Beim Stableford-Verfahren werden nicht die ausgeübten Schläge addiert, sondern diese in ein Punktbewertungssystem übernommen.
Stableford-Punkte können sowohl in der Bruttowertung, ohne Anrechnung der Spielvorgabe, wie auch für die Nettowertung kalkuliert werden.
Der Spieler mit den meisten Stableford-Bruttopunkten gewinnt die Bruttowertung. Der Spieler mit den meisten Stableford-Nettopunkten gewinnt die Nettowertung, also nach Anrechnung seiner jeweiligen Spielvorgabe.
Darüber hinaus werden die Stableford-Nettopunkte zur Handicapanpassung herangezogen. Um sein Handicap zu bestätigen, muss ein Spieler mit der vorgegeben Spielvorgabe genau 36 Stableford-Nettopunkte erspielen. Erzielt er weniger Stableford-Nettopunkte, so hat er sein Handicap nicht erreicht. Spielt er mehr als 36 Stableford-Netto-Punkte, so hat er besser als sein Handicap gespielt und seine Vorgabe wird reduziert.
Punkteverteilung (Bruttowertung)
Spielt ein Spieler beispielsweise mit Spielvorgabe 18, so darf er sich an jeder Bahn einen Schlag abziehen. Jedes Netto-Ergebnis/Spielbahn wird mit Stableford-Nettopunkten gemäß dieser Tabelle bewertet. Alle Nettoergebnisse pro Spielbahn werden addiert und ergeben ein gesamtes Stableford-Nettoergebnis, anhand dessen die Handicapanpassung erfolgt.
| Schläge unter/über Par | Punkte |
|---|---|
| +2 oder schlechter | 0 |
| +1 | 1 |
| Par | 2 |
| -1 | 3 |
| -2 | 4 |
| -3 | 5 |
Um die Stableford-Bruttopunkte zu ermitteln, werden die tatsächlich erspielten Ergebnisse pro Spielbahn gemäß dieser Tabellenwerte addiert.
Beendet ein Spieler eine Spielbahn nicht, so wird sowohl für die Netto-, als auch für die Bruttowertung diese Spielbahn mit 0 Stableford-Punkten bewertet.

