Die Sieger der IAM der Golfer mit Behinderungen: Jennifer Sräga und Jonas Rother. | © DGV/Fischbacher
Sräga verteidigt ihren Titel
Jennifer Sräga legte mit einer 81er-Runde bereits am ersten Turniertag den Grundstein für ihren Erfolg. Die Titelverteidigerin verschaffte sich früh einen komfortablen Vorsprung und ließ sich diesen auch auf den abschließenden 18 Löchern nicht mehr nehmen. Nach einer 86er-Runde am Finaltag gewann die Spielerin des GC Reischenhof die IAM-Wertung der Damen mit 19 Schlägen Vorsprung vor Katharina Pegau vom GC München Valley. Bronze ging an Tineke Loogman aus den Niederlanden. Mit ihrem Triumph sicherte sich Sräga bereits ihren vierten IAM-Titel und bestätigte damit ihre starke Form in dieser Saison, in der sie mit ihrem Sieg bei der G4D Open bereits auf internationaler Bühne ein Ausrufezeichen gesetzt hat.
„Am Ende hat es gereicht, aber es war ein harter Kampf“, analysierte sie. „Ich habe nicht richtig in mein Spiel gefunden und einige Putts vorbeigeschoben, die eigentlich hätten fallen können oder sogar müssen. Das Wetter kann schon ein Faktor gewesen sein. Es war sehr warm und an solche Bedingungen gewöhnt man sich nicht unbedingt. Trotzdem muss man versuchen, konzentriert zu bleiben und die Runde sauber zu Ende zu spielen.“
Erster IAM-Sieg für Rother
Die Entscheidung bei den Herren fiel erst in der Schlussphase. Jonas Rother behauptete sich in einem engen Duell mit Frederik Brokfelt-Christiansen aus Dänemark und sicherte sich nach 36 Löchern seinen ersten IAM-Titel. Der Nationalspieler vom GC Hof Hausen vor der Sonne gewann mit drei Schlägen Vorsprung. Platz drei belegte Michael Clemens vom Royal Dortmund GC.
„Ich habe wieder ein paar unnötige Fehler gemacht. Da war definitiv mehr drin. Aber natürlich freue ich mich sehr über meinen ersten IAM-Sieg. Vor zwei Jahren lag ich ebenfalls vorne, aber damals wurde das Turnier wegen eines Gewitters anders gewertet“, erklärte Rother.
Internationale Bedeutung wächst weiter
Spielerinnen und Spieler aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Belgien, Tschechien und den Niederlanden gingen in Mannheim-Viernheim an den Start und unterstrichen die zunehmende internationale Bedeutung der Meisterschaften. Mit der wachsenden Zahl internationaler Teilnehmer steigt zugleich das sportliche Niveau der Veranstaltung kontinuierlich an.
Neben den internationalen Titelentscheidungen wurden die Deutschen Meister in verschiedenen Kategorien ermittelt, die sich nach Handicap und Art der Behinderung richten. Damit wurden im Rahmen des Turniers auch nationale Titel vergeben, sodass die Deutschen Meisterschaften einen eigenständigen und zentralen Bestandteil der Veranstaltung bildeten.
„Es war beeindruckend zu sehen, was hier in den vergangenen Tagen geleistet wurde“, erklärte Prof. Dr. Anne Jakob, Vizepräsidentin des Deutschen Golf Verbandes, bei der Siegerehrung. „Ich habe viele glückliche Gesichter gesehen. Und bis auf eine Person hat jeder Starter das Turnier beendet – das ist bei diesen hochsommerlichen Bedingungen alles andere als selbstverständlich.“
Auch der GC Mannheim-Viernheim zieht ein positives Fazit. „Für uns war diese Meisterschaft eine Premiere”, ergänzte Martin Göhler, Vizepräsident und stellvertretender Vorstand des Golfclubs Mannheim-Viernheim. „Wenn ich mir die Rückmeldungen und die Atmosphäre anschaue, dann hoffe ich sehr, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist.”
Sieger Deutsche Meisterschaften
Kategorie „Arm“: Jonas Rother
Kategorie „Bein“: Walter Kohlmeyer
Kategorie „Sonstige mit Einschränkung“: Jennifer Sräga
Kategorie „Sonstige ohne Einschränkung“: Gabi Nieke
Kategorie „Rollstuhl“: Christian Nachtwey
Kategorie „Gehörlos“: Stefanie Scholze

