Projekt-Arbeitsgruppen-Treffen bei einem Rundgang auf der Golfanlage in Holledau | © Prof. Dr. Johannes Kollmann
Das Vorhaben Golfbiodivers hat sich auch im dritten Jahr sehr erfreulich entwickelt. Die Zusammenarbeit der vier Universitäten mit dem DGV ist weiterhin intensiv und wird gestützt durch intensiven Austausch und regelmäßige Treffen. Dazu gehört auch eine externe Evaluation sowie die administrative Betreuung durch das BfN und den DLR. Dadurch konnte der ursprüngliche Zeit- und Finanzplan mit entsprechenden Meilensteinen und Leistungen eingehalten werden.
Es haben sich insgesamt 130 Golfanlagen für das Projekt beworben, von denen wir nach fachlichen Kriterien 30 Anlagen für die standardisierte Aufwertung der ersten beiden Jahre ausgewählt haben; bisher 20 weitere Anlagen nehmen an einer praxisorientierten Aufwertung teil und andere unterstützen kommunikative Maßnahmen. Die faunistische Diversität der Wildbienen, Tagfalter, Vögel und Fledermäuse wurde vor Maßnahmenbeginn auf den Anlagen bestimmt und die Bodeneigenschaften sowie die landschaftliche Struktur wurden quantitativ erfasst. Eine Anleitung zur Aufwertung der Golfanlagen wurde entwickelt und getestet. Dabei sind viele schöne Wildblumenwiesen und Säume entstanden und Nisthilfen für Vögel und Wildbienen wurden aufgehängt. Eine gute Erfahrung war das bürgerwissenschaftliche Engagement vieler Mitglieder der Golfclubs.
Der DGV war auch dieses Jahr sehr aktiv in der Schulung, Vernetzung, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Biodiversität auf Golfanlagen. Besonders erfreulich sind die ‚Grünen Klassenzimmer‘ mit Schulkindern. Dankbar sind wir über die Unterstützung unserer Arbeit durch vier regional tätige Berater des DGV. Verschickt wurden Infobriefe an die Greenkeeper, deutschlandweite Verbandsmitteilungen an alle DGV-Mitglieder, Newsletter an Aufwertungs- und Kommunikationspartner und digitale Infoflyer. Zudem gab es mehrere Posts in den sozialen Netzwerken Instagram und LinkedIn. Die Arbeit und die Ergebnisse von GolfBiodivers wurden in einer Reihe von Vorträgen und Plakaten, Pressemitteilungen, Zeitungsartikeln und Fernsehbeiträgen beschrieben.
Im Namen des gesamten Teams mit zwölf MitarbeiterInnen und einigen Studierenden möchte ich mich für das Interesse und Engagement aller assoziierten Golfclubs bedanken. Ich wünsche eine erholsame Winterpause und einen guten Start in das neue Jahr mit vielen weiteren Erfolgen für die Biodiversität auf Golfanlagen.
Prof. Dr. Johannes Kollmann

