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Achtung Kahlfrass: Der Japankäfer

Der Japankäfer

Der Japankäfer | © Unsplash

Der Japankäfer sieht harmlos aus – ist aber ein echtes Problem für jeden Rasen. Selbst an den Waschbecken von deutschen Autobahntoiletten, vor allem in Hessen und Baden-Württemberg, stößt man demnächst wieder auf Warnhinweise.

Von Petra Himmel

„Wanted“, „Dringend gesucht“ wird in diesem Fall nur kein Schwerverbrecher, sondern ein goldgrün schillernder Käfer, der gerade einmal so groß ist wie eine Kaffeebohne. Der Grund: Der Japankäfer sorgt für Kahlfraß. 

Egal ob Blätter, Blüten oder Früchte: das Insekt, das eigentlich in Asien zuhause ist, frisst gerne Grünzeug und das in rauen Mengen. Dabei fliegen die Käfer einen Busch oder Baum an, fressen die Blätter und Früchte ab und hinterlassen nur noch ein Blattgerippe. „Golfplätze mit ihren Streuobstwiesen oder Hecken sind für die Japankäfer eigentlich perfekt“, stellt Prof. Martin Bocksch fest, der als Rasenexperte und Leiter des Arbeitskreises Integrierter Pflanzenschutz im Deutschen Golf Verband bereits eine intensive Einarbeitung in das Thema hinter sich hat. „Die Angst vor dem Japankäfer ist begründet, weil er zum Beispiel bereits in Italien massive Schäden angerichtet hat.“

Sportplätze mit Rasenflächen betroffen

Die im Boden lebenden Larven vernichten auch größere Rasenflächen, indem sie sich durch das Wurzelwerk fressen. „Feuchter Boden und leckere frische Wurzeln sind die ideale Umgebung“, berichtet Bocksch. „Für Betriebe, die zum Beispiel auch Rollrasen für Golfanlagen herstellen, ist ein Befall eine echte Katastrophe“, resümiert Bocksch. Ist der Japankäfer einmal vor Ort identifiziert, kommt die Gesetzesmaschinerie so richtig ins Rollen, um eine weitere Verbreitung zu stoppen. Quarantäne und vorübergehende Schließung der Betriebe sind angesagt. Für Sportanlagen mit Rasenfläche sieht die gültige Gesetzeslage derzeit ein Beregnungsverbot von Juni bis Ende September vor, wenn sich die Sportanlage in einem der Quarantänegebiete befindet. Den Fußball-Bundesligisten SC Freiburg hat die Japankäfer-Plage bereits getroffen. Zwei Trainingsplätze lagen im vergangenen Jahr in einem Quarantänegebiet.

Schnelle Vermehrung

Eine der Stärken des Insekts ist dessen schnelle Vermehrung: Die Weibchen legen während ihrer Lebenszeit von 30 bis 45 Tagen etwa 40 bis 60 Eier. Die Larven überwintern im Boden und während der Flugzeit von Mai bis September verteilt sich die Population dann über die Lande. Dazu kommt, dass der Japankäfer bei seiner Pflanzenwahl erst einmal nicht wählerisch ist und theoretisch mehr als 400 Pflanzenarten frisst, wobei er den meisten Schaden auf Rasenflächen, Obst- und Grünanlagen anrichtet. Im Tessin, wo er 2014 erstmals in Europa auftauchte, verzehnfachte er seine Population in einem Jahr.

Prof. Martin Bocksch ist froh, dass es auf deutschen Golfanlagen bis dato noch keinen Fund eines Japankäfers gegeben hat. Fallen wurden vereinzelt aber bereits auf Golfanlagen aufgestellt, wenn die Umgebung als gefährdet galt. Wer einen Japankäfer findet, muss diesen Fund sofort melden. Es gilt die EU-Quarantänegesetzgebung. So geht man am besten vor:

  • Fangen Sie den Käfer und stecken Sie ihn in ein abschließbares Glas. Der Japankäfer ist nicht giftig.
  • Fotografieren Sie den Käfer von oben und von der Seite.
  • Notieren Sie Datum und Fundort.
  • Gehen Sie mit dem Fundort ins Sekretariat der Golfanlage und melden sie den Fund, damit diese den regionalen Pflanzenschutzdienst und den Deutschen Golf Verband benachrichtigen kann. Dies ist übrigens keine freiwillige Option: Hier ist der Pflanzenschutzdienst in jedem Bundesland zuständig. Unter dem nebenstehenden Link finden Sie die Ansprechpartner beim Pflanzenschutzdienst.

Die Mittel dagegen

Derzeit bekämpft man Japankäfer mit Insektiziden und Nematoden. Das allerdings, so Bocksch, sei für Golfanlagen keine einfache Lösung. „Nematoden müssen feucht gehalten werden, und die Golfanlagen sollen in der Regel ja Wasser sparen.“ Manche Golfanlagen haben im Sommer überhaupt nicht ausreichend Wasser zur Verfügung, um ihre Fairways und die dort ausgebrachten Nematoden permanent feucht zu halten. Hinzu kommt, dass Nematoden relativ teuer sind.  

Vereinzelte Funde

Zum Glück wurden Japankäfer in Deutschland bis dato nur vereinzelt gefunden: 2025 wurden in Freiburg ab Juli etwa 30 Tiere gefangen, entlang der Schweizer Grenze tauchen immer wieder Tiere auf. Auch in Bayern und Hessen wurden die Käfer gefangen. Dabei gehen die Behörden in manchen Fällen davon aus, dass sie eingereist sind. Sei es mit Transporten von Pflanzen oder Rollrasen aus dem Ausland, sei es im ganz normalen Gepäck von Touristen oder dem Auto von Reisenden. Wer sucht als Urlauber schon vor der Rückkehr alles nach Käfern ab?

Ein kleines Stück mehr Aufmerksamkeit ist in Zukunft also angesagt: Wer im eigenen Garten, auf einer Grünfläche oder auf dem Golfplatzgelände auf einen metallisch schimmernden Käfer trifft, sollte abklären, ob es wirklich ein Japankäfer ist. Entwarnung gilt dann, wenn es sich nur um jene Arten handelt, die ihm ähneln – den Rosen- und den Gartenlaubkäfer. Ansonsten ist sich Martin Bocksch ziemlich sicher: „Die Lage ist aus Sicht von Experten tatsächlich dramatisch ernst. Wir werden in Europa mit diesem Käfer leben müssen. Dieses Thema könnte uns auf Jahre begleiten.“

 

So sieht der Japankäfer aus:

Größe: 8 bis 12 mm, etwa die Größe einer Kaffeebohne

Farbe: Kopf und Halsschild schimmern grün – die Flügeldecken sind braun glänzend

Auffallend: Fünf weiße Haarbüschel an jeder Hinterleibsseite und zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs.

Informationen zum Text

  • 23. Februar 2026

Weiterführende Links

Link zu Ansprechpartner Pflanzenschutzdienst

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Deutscher Golf Verband e.V.

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Wiesbaden